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2016:

Offenes Atelier im Künstlerhaus

Der Stipendiatin Johanna K Becker über die Schulter schauen 

Schwalenberg Seit dem 1. Mai 2016 lebt und arbeitet die Objektkünstlerin Johanna K Becker aus Münster als Stipendiatin des Landesverbandes Lippe in Schwalenberg im Künstlerhaus. Am Sonntag, den 3. Juli 2016 lädt sie nun interessierte Besucher ein, sie in der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr im Atelier zu besuchen und sich einen Eindruck von ihrer Arbeitsweise zu verschaffen.

Johanna K Becker arbeitet vor allem im Bereich Landschaft, wobei sie die gesehenen, realen Landschaften in Landschafts-Utopien übersetzt.  Sie arbeitet einerseits im Medium der Zeichnung, andererseits erschafft sie auch spannende Skulpturen aus Kunststoffen wie Polymer und Polyestergießharz.

In kleinteiligen, feinen Zeichnungen hält Becker ihre ungewöhnlichen Landschafts- und Naturgebilde fest. Diese „Landschaftspräparate“ türmen sich nach oben hin auf wie geschichtete Torten. Ihre Skulpturen sind wie naturwissenschaftliche Präparate angeordnet – sie wirken wie in Flüssigkeit konservierte Gebilde, es handelt sich aber um feste Objekte aus Polymermasse, die geheimnisvoll leuchten und an Unterwasser-Landschaften, beispielsweise Korallenriffe, erinnern. 

Johanna K Becker plant für ihre Zeit in Schwalenberg, auf den Spuren der impressionistischen Landschaftsmaler zu wandeln und aus den überlieferten Sehvorstellungen neue, eigene Landschaftsmodelle zu entwickeln. Diese Modelle sollen als Zeichnungen und Malerei sowie auch als Objekte realisiert werden. 

 

 

Johanna K Becker, Großes Landschaftspräparat, Multiliner und Buntstift auf Papier, 2015 

Künstlerhaus Schwalenberg, Papenwinkel 10, 32816 Schieder-Schwalenberg, Eintritt frei.

 

Stipendium 2016

 

Objektkünstlerin hält Einzug ins Künstlerhaus

Jury vergibt Schwalenberg-Stipendium an Johanna K Becker aus Münster

Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2016 wird wieder eine Künstlerin im Künstlerhaus in Schwalenberg leben und arbeiten. Aus über sechzig Bewerbern um das Schwalenberg-Stipendium hat sich die Jury für die Objektkünstlerin Johanna K Becker aus Münster entschieden.

Nachdem die letzten Stipendiaten aus den Bereichen Malerei sowie Druckgrafik kamen, hält nun eine Objektkünstlerin Einzug nach Schwalenberg, die spannende Skulpturen aus Kunststoffen wie Polymer und Polyestergießharz erarbeitet. Die Skulpturen sind wie naturwissenschaftliche Präparate angeordnet – sie wirken wie in Flüssigkeit konservierte Gebilde, es handelt sich aber um feste Objekte aus Polymermasse, die geheimnisvoll leuchten und an Unterwasser-Landschaften, beispielsweise Korallenriffe, erinnern. 

Auch in kleinteiligen, feinen Zeichnungen hält Becker ihre ungewöhnlichen Landschafts- und Naturgebilde fest. Diese „Landschaftspräparate“ türmen sich nach oben hin auf wie geschichtete Torten. Die einzelnen Elemente wie Steine, Erde, Pflanzen, Bäume sind aus ihrer ursprünglichen, horizontalen Anordnung herausgenommen und bieten sich in neuer Perspektive dar – und lassen so einen anderen Blick auf die Naturelemente zu, als dies bei der Betrachtung unserer Umgebung normalerweise der Fall ist. Somit wird die Aufmerksamkeit auf Details gelenkt, die sonst im Gesamtzusammenhang der Natur untergehen würden.

 

Johanna K Becker widmet sich in ihrer künstlerischen Arbeit Landschaftsvorstellungen und -modellen sowie kulturhistorisch tradierten und archaischen Spuren. Dabei bewegt sie sich in den Bereichen Zeichnungen, Objekte/Installationen sowie Malerei. Für ihre Zeit in Schwalenberg plant die Künstlerin, auf den Spuren der impressionistischen Landschaftsmaler zu wandeln und aus den überlieferten Sehvorstellungen neue, eigene Landschaftsmodelle zu entwickeln. Diese Modelle sollen als Zeichnungen und Malerei sowie auch als Objekte realisiert werden. 

Johanna K Becker wurde 1980 in Worms geboren. Sie studierte von 1999 bis 2007 Buchwissenschaft, Kunstgeschichte und Kulturanthropologie in Mainz. Von 2007bis 2015 studierte sie Freie Kunst an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker, der sie 2015 zu seiner Meisterschülerin ernannte.  2013 erhielt sie das Stipendium des Cité Internationale des Arts in Paris.

Im Laufe des Stipendiums wird sich die Künstlerin zu mehreren Gelegenheiten einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

 

 Johanna K Becker, Landor 2, Polymerharz

 

 

2015:

Landschaften in Holzschnitt - Anastasiya Nesterova ist neue Stipendiatin des Landesverbandes Lippe 

Landschaft ist  ein Thema, das Künstler, die nach Schwalenberg kamen, immer wieder faszinierte, nicht nur während der Blütezeit der historischen Künstlerkolonie Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern auch bis heute. So beschäftigt sich auch die neue Stipendiatin des Landesverbandes Lippe, Anastasiya Nesterova, mit dem Thema Landschaft. 

Aus über 60 Bewerbern um das Schwalenberg-Stipendium des Landesverbandes Lippe hat die Jury  einstimmig die Druckgrafikerin Anastasiya Nesterova ausgewählt.

Anastasiya Nesterova wurde 1979 in Sewastopol in der Ukraine geboren. Sie lebt seit zehn Jahren in Deutschland. 2009 schloss sie ihr Studium im Bereich Experimentelle Illustration und Druckgrafik am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster bei Prof. Wolfgang Troschke mit Diplom ab. In den vergangenen Jahren wurden ihr zahlreiche Stipendien in verschiedenen Orten Europas zugesprochen, so. z.B. in der Provence, im Künstlerhaus am Lehnbachplatz in münchen oder im Künstlerhaus Lukas in Arenshoop; zudem gewann sie zahlreiche Preise. 

Nesterova arbeitet hauptsächlich im Medium der Druckgrafik und beschäftigt sich mit dem Thema Landschaft in ihrem modernen Erscheinungsbild, wobei sie auf Reisen die jeweiligen Besonderheiten und regionalen Charakteristika der Landschaften zu erfassen sucht. Dabei spielt der raue und ursprüngliche Charakter des hölzernen Druckstockes ebenso eine Rolle, wie auch wiederkehrende landschaftliche Motive in immer neuem Licht und veränderter Atmosphäre. So tritt sie direkt in die Fußstapfen der Plein-Air Maler der Künstlerkolonie und transferiert das Thema Landschaft in die zeitgenössische Kunst.

Man darf gespannt sein auf die Projekte der Künstlerin, die plant in Schwalenberg ein Mappenwerk oder Künstlerbuch entstehen zu lassen. Erstmals präsentiert sich die Stipendiatin der Öffentlichkeit während der Schwalenberger Kunstnacht am 13. Juni 2015, wo sie sich im Künstlerhaus mit einer Ausstellung sowie Künstlergesprächen präsentiert.

  

 

Anastasiya Nesterova,  Rapsfeld I, 2014, Farbholzschnitt, 42 × 60 cm

 

Anastasiya Nesterova, Törle, 2013, Farbholzschnitt, 30 × 44 cm

 

Porträt Anastasiya Nesterova

 

 

Mehr Infos unter:

www.anastasiya-nesterova.de

 

 

 

 

Die Stipendiatin von 2014: Undine Bandelin vor Ihrer Arbeit "Das Karussel" (Mischtechnik auf Leinwand, 2012)

Wohn- und Arbeitsort der Stipendiaten:

Künstleratelierhaus
Papenwinkel 10
32816 Schieder-Schwalenberg