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Nachlässe Drake / Ehlers

Heinrich Drake und Karl Ehlers ziehen um!

Ab dem 27. März 2012 werden die Nachlässe der beiden Bildhauer in neuen Räumlichkeiten im Schloss Brake präsentiert.

 

Die Förderung von Kunst und Künstlern der Region ist wesentlicher Bestandteil der Kulturarbeit des Landesverbandes Lippe. Im Rahmen dieser Aufgabenstellung erwerben der Landesverband Lippe und die ihm angeschlossenen Kultureinrichtungen seit Jahrzehnten Arbeiten lippischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Auch konnten immer wieder bedeutende Nachlässe gesichert werden. Auf diese Weise wurde eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen, die einen repräsentativen Querschnitt künstlerischen Schaffens in der Region vermittelt. 

 

 Blick in die neue Ausstellung im Schloss Brake: Porträtköpfe von Heinrich Drake. 

Die wichtigsten, im Besitz des Landesverbandes Lippe befindlichen bildhauerischen Sammlungen, die künstlerischen Nachlässe von Heinrich Drake und Karl Ehlers, waren seit 1999 in der Remise am Schloss Brake der Öffentlichkeit zugänglich. Sie umfassen neben Plastiken aus Bronze und Holz auch zahlreiche Gipsmodelle und Entwürfe.

Heinrich Drake(1903-1994), gebürtiger Lippe, lebte und arbeitete bis 1994 in Berlin (Ost), dort als Professor die Abteilung Plastik an der Kunsthochschule Berlin (Ost), 1954 wurde er zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (Ost) ernannt. Heinrich Drakes bildhauerisches Werk umfasst im wesentlichen drei Werkgruppen, die gleichwertig nebeneinander stehen: die menschliche Figur, die Bildnis-Büste und die Tierplastik. Obwohl der Künstler selbst allen drei Bereichen die gleiche Bedeutung zumaß, ist doch die Tierplastik der Schaffensbereich, in dem Heinrich Drake seine wichtigsten Werke schuf und in dem er die größte Popularität erreichte. Charakteristisch ist v.a. die Darstellung einer gespannten, federnden Körperhaltung, die Drakes Tierplastiken Schönheit, Anmut und eine nacherlebbare Kraft offenbaren lassen.

Karl Ehlers (1904-1973) wirkte bis zu seinem Tode 1973 in Detmold. Das plastische Werk kann in zwei Schwerpunkte unterteilt werden: die „Freie Plastik“ und die „Angewandte Plastik“. Im Bereich der „Freien Plastik“ ist Holz sein bevorzugter Werksstoff. Damit unterscheidet er sich von den meisten Bildhauern der Gegenwart, die hauptsächlich Bronze, Eisen oder Stahl verarbeiten. Karl Ehlers Arbeiten mit Fundhölzern und Obo-Holz haben kaum eine Parallele. Humor und eine Neigung zum Skurrilen, Phantastischen sprechen v.a. aus seinen Fabelwesen, einem Thema, dem man, vielfach variiert, immer wieder begegnet. Der Bereich „Angewandte Plastik“ wird durch Modelle aus Holz, Pappe und Gips dokumentiert, die Ehlers als „plastische Skizzen“ seiner Ideen anfertigte. Allen Modellen sind in der Ausstellung Fotografien der ausgeführten Arbeiten gegenüber gestellt.

 

Die Plastiken beider Bildhauer geben auf kleinem Raum die Bandbreite bildhauerischer Arbeiten im 20. Jahrhundert eindrucksvoll wieder.

 

 Blick in die neue Ausstellung im Schloss Brake: Holzarbeiten von Karl Ehlers.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo-Fr. zu den Bürozeiten sowie Sonntags von 13-18 Uhr (ab dem 27.03.2012)


Adresse

Landesverband Lippe, Schloss Brake, 32657 Lemgo

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. zu den Bürozeiten sowie Sonntags von 13-18 Uhr (ab dem 27.03.2012)

Kontakt

Kulturagentur
Schlossstraße 18
32657 Lemgo
Tel: 05261-250242
Fax: 05261-2502949

Karl Ehlers, Rufer, 1956 Eichenholz H 174 cm